đŸ•ŠïžÂ T o l e r a n z   f ĂŒ r   V i e l f a l t   u n d   F r i e d e n đŸ•Šïž
statt Hass und Hetze, damit sich Geschichte nicht wiederholt

S t e u e r g e r À t e   ( R e c e i v e r )

Hempel KG Limbach–Oberfrohna (spĂ€ter: GerĂ€tebau Limbach)

HELI rk 1 (Heli 3000)

Das Mono-SteuergerÀt rk 1 wurde 1960 von den HELI-Gestaltern Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph entworfen und basiert auf dem Chassis HELI 3000. Zur Serienfertigung kam es erst als nachfolgend beschriebenes rk 2.

HELI rk 2 & rk 2 F (Heli 3001)

Das Mono-SteuergerĂ€t rk 2 mit Heli-3001-Chassis wurde ab 1960 mit einer StĂŒckzahl von ca. 25.000 in Limbach-Oberfrohna gefertigt. Das 645 x 260 x 343 mm große und 13 kg schwere GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- sowie Langwellenbereich. Es wurde mit den Röhren ECC85, ECH81, EF89, EBF89, EABC80, ECL82, EM84 und EZ80 bestĂŒckt. Neben dem LautstĂ€rkeregler steht eine Höhen- sowie Tiefeneinstellung zur VerfĂŒgung. Die Abstimmung erfolgt fĂŒr den UKW- und AM-Bereich getrennt. Das rk 2 besitzt eine Kurzwellenlupe, Skalenbeleuchtung, einen Plattenspieler- und einen Tonbandanschluss, je einen UKW- sowie AM-Antenneneingang und zwei lediglich parallel geschaltete LautsprecheranschlĂŒsse (3 VA / 7 Ω). Die Spannungsversorgung kann aus dem 110V- oder 230V-Netz erfolgen. Neben dem rk 2 gab es noch das rk 2 F mit integrierter Ferritantenne, sodass auf die AM-Außenantenne auch verzichtet werden konnte. Außerdem wurde noch eine optisch passende Lautsprecherbox mit identischen Abmessungen angeboten. In dieser kamen zwei in Reihe geschaltete L 2259 PBO (2 VA  / 3,6 Ω) zum Einsatz. Der Vertrieb des rk 2 F erfolgte in der DDR fĂŒr 660,- M inklusive passender Box.

HELI rk 3 & rk 3 stereo

Das SteuergerĂ€t rk 3 stereo wurde ab 1966 als erstes HELI-Stereo-SteuergerĂ€t produziert. Das BasisgerĂ€t war jedoch eine MonoausfĂŒhrung, die bewusst modular aufgebaut wurde. So konnte diese dann um einen zweiten NF-VorverstĂ€rker, eine zweite Endstufe und einen Transistor-Stereodecoder erweitert werden. Der Balanceregler befindet sich bei diesem GerĂ€t noch an der GehĂ€userĂŒckseite. Das magische Auge (EM84) dient neben der Abstimm- auch zur Stereo-Anzeige. Das rk 3 konnte noch durch die optisch passende Lautsprecherbox L 20 mit identischen Abmessungen ergĂ€nzt werden. Außerdem gab es auf Basis des SteuergerĂ€tes die Phono-Radio-Kombination rs 5 mit integriertem Lautsprecher sowie den Tuner rk tuner. Dieser Tuner kann wiederum zusammen mit dem HELI-VerstĂ€rker VS 1, dem Phonolaufwerk P 1 und den Boxen K 20, L 40 oder L 80 zum HELI Heimstudiosystem 66 zusammengestellt werden.

HELI rk 4

Das Stereo-SteuergerĂ€t rk 4 weist bereits eine sehr große optische Ähnlichkeit zum spĂ€ter produzierten rk 5 sensit auf, auch wenn das GehĂ€use mit den beiden Holz-Seitenteilen noch weitestgehend dem VorgĂ€nger entsprach. Auch die Ausstattung blieb weitestgehend unverĂ€ndert zur Stereovariante des rk 3. Der Balanceregler befindet sich jetzt jedoch an der Front- statt RĂŒckseite.

bruns TRX 2010 & bruns TRX 3000  (HELI rk 4)

Das fĂŒr BRUNS Hamburg gefertigte TRX 2010 entspricht technisch weitestgehend dem HELI rk 4, besitzt jedoch teilweise abweichende Transistortypen (importierte Silizium-B
-Typen statt DDR-Germanium- und Silizium-Typen mit G
 und S...-Bezeichnung). Das sehr bieder wirkende GehĂ€use mit Chrom- und Holzelementen unterscheidet sich hingegen komplett von dem, was man von HELI gewöhnt war. Hier waren dem Importeur die optischen Parallelen zum Hersteller BRAUN wohl einfach zu groß. Wer in der Bundesrepublik derartige GerĂ€te gesucht hat, wĂ€hlte dann doch eher „das Original“ als einen DDR-Import. Somit blieb dieses GerĂ€t dann aber zum GlĂŒck auch der einzige „optisch massentaugliche“ HELI-Westexport und spĂ€tere GerĂ€te entsprachen wieder den von Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph gewohnten EntwĂŒrfen. Die Beschriftung erfolgte frontseitig teilweise mit TRX 3000 und rĂŒckseitig mit TRX 2010.

HELI RCX 1002 Stereo (HELI rk 4)

Bereits fĂŒr BRUNS Hamburg gefertigte TRX 2010/3000 wurden offensichtlich auch in der DDR vertrieben und trugen hier die Bezeichnung RCX 1002 Stereo mit offiziellem HELI-Logo an der Front.


HELI rk 5 sensit

Das rk 5 wurde als erstes Modell der sensit-Serie ab 1969 durch die Hempel KG Limbach-Oberfrohna (HELI) produziert. Das Besondere dieses GerĂ€tes stellt vor allem die ungewöhnliche optische Gestaltung des gegenĂŒber dem rk 4 komplett neu entwickelten GehĂ€uses dar. Hier war der spĂ€tere VEB GerĂ€tebau Limbach – wie schon bei vielen anderen GerĂ€ten – seiner Zeit deutlich voraus. WĂ€hrend REMA, Stern-Radio oder viele internationale Hersteller nach wie vor auf klassische HolzgehĂ€use – möglichst passend zur Wohneinrichtung – setzten, gingen die HELI-Gestalter Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph hier wieder völlig eigene Wege. Das GehĂ€use besteht lediglich aus zwei geformten Blechteilen und Plastik-Seitenschalen ohne jeden Zierrat. Die Regler sind nicht – wie ĂŒblich – aus Aluminium gefertigt, verchromt oder mit Goldrand versehen, sondern bestehen aus schlichtem schwarzem Plastik. Die meistgenutzten Regler fĂŒr die LautstĂ€rke sowie Abstimmung wurden mit farbigen Abdeckkappen versehen und die getrennten AM/FM-Flutlichtskalen in der jeweils selben Farbe wie die zugehörigen Frequenzregler ausgefĂŒhrt. Dieses intuitive Bedienkonzept wurde in der gesamten sensit-Serie bis 1991 konsequent weiter umgesetzt. Die Beschriftung des schwarzen oder weißen GehĂ€uses erfolgte mit Siebdruck in deutscher Sprache und ausschließlich in Kleinbuchstaben. Mechanisch wurde das GerĂ€t hingegen noch recht konventionell aufgebaut und erinnert mit seinem Klaviertastensatz, den großen SchwungrĂ€dern der Abstimmregler und der Glas-Skalenscheibe noch sehr stark an das Chassis eines Röhrenradios. DafĂŒr weist das komplett transistorisierte SteuergerĂ€t – neben der Gestaltung – auch technisch viele Neuerungen auf, die so zu dieser Zeit auch international kaum zu finden waren. Völlig neu war z.B. die spannungsgesteuerte Frequenzabstimmung fĂŒr den UKW-Bereich, sodass hier kein UKW-Dreko mehr benötigt wurde. Dieses ermöglichte erstmals vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze mit jeweils einem separaten Poti zur Abstimmung. Hierbei fehlen jedoch noch eine Untersetzung zur prĂ€ziseren Einstellung und eine separate Frequenzanzeige. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen einfachen UKW-Sendersuchlauf, der mit der entsprechenden Suchlauf-Taste gestartet wird und bei stĂ€rkerem Empfangspegel oder Stereosignal automatisch stoppt. Ansonsten empfĂ€ngt das GerĂ€t den UKW-Bereich – wie zu dieser Zeit in der DDR ĂŒblich – von 87,5 bis 100 MHz, außerdem ein Lang-, ein Mittel- und zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Frequenzen fĂŒr den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung ist das Radio mit einem Empfangspegel-Drehspulmessinstrument ausgestattet, ergĂ€nzt durch ein UKW-Stereo-LĂ€mpchen in der entsprechenden Skala. Außerdem kann der UKW-EmpfĂ€nger bei schwachem Signal auf Mono geschaltet werden und es lĂ€sst sich eine automatische Scharfabstimmung (AFC) zuschalten. Die verbaute Stereo-Endstufe sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x25 VA (4Ω). Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen und einen Aufnahmeausgang. Insgesamt gesehen war das rk 5 sensit damit wohl das innovativste DDR-GerĂ€t seiner Zeit, das viele spĂ€tere Trends bereits vorwegnahm. Parallel schloss sich aber auch jeder Westexport automatisch aus, da der typische QUELLE- oder BRUNS-Kunde doch konventionelle und etwas biedere GerĂ€te erwartete. Hier hĂ€tte sich der DDR-Außenhandel bewusst eine Nische fernab des Versandhandels suchen mĂŒssen, da auch westdeutsche Firmen wie z.B. BRAUN Ă€hnliche Wege in der Gestaltung gingen. Der rk5 sensit lĂ€sst sich noch um den zeitgleich bei der Elektroakustik Kurt Ehrlich KG Pirna produzierten Plattenspieler sensit sonate und die Kugelboxen k 20 sensit erweitern. Des Weiteren gibt es das GerĂ€t auch als rk 5 tuner mit HolzgehĂ€use und EmpfĂ€ngereinschub RK5E, jeweils ohne integrierten VollverstĂ€rker.

HELI rk 7 sensit

Das rk 7 wurde als zweites Modell der sensit-Serie ab 1974 im zwischenzeitig verstaatlichten VEB GerĂ€tebau Limbach produziert. Der mechanische Aufbau des GerĂ€tes entspricht noch komplett dem VorgĂ€nger rk 5 sensit. Auch hier ist an dem Chassisrahmen aus gelochten L-Profilen und den mit Wachsband gebundenen KabelbĂ€umen noch gut die Kleinserien-Produktion der sensit-GerĂ€te zu erkennen. Der Receiver empfĂ€ngt nach wie vor UKW von 87,5 bis 100 MHz, ein Lang-, ein Mittel- und zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Empfindlichkeit des FM- und AM-EmpfĂ€ngers konnte aber durch geĂ€nderte Bauelemente verbessert werden. Die insgesamt fĂŒnf UKW-Programmspeicher und der automatische Sendersuchlauf blieben an sich wieder unverĂ€ndert, es kam jedoch eine separate Suchlauftaste und ein zusĂ€tzliches Drehspulmessinstrument zur Abstimmanzeige der ersten vier ProgrammplĂ€tze und der Suchautomatik hinzu. Der VerstĂ€rker wurde mit verbesserten Transistoren und höher dimensionierten Auskoppelelkos versehen, entsprach aber ansonsten auch wieder grĂ¶ĂŸtenteils dem VorgĂ€nger. Die GehĂ€usebleche sind nun ausschließlich schwarz lackiert. Die beim rk 5 sogar hĂ€ufigere weiße Farbvariante entfiel beim rk7 sensit ersatzlos.

HELI rk 8 sensit

Das rk 8 wurde als drittes Modell der sensit-Serie ab 1977 im VEB GerĂ€tebau Limbach produziert. Der mechanische Aufbau des GerĂ€tes entspricht komplett dem VorgĂ€nger rk 7 sensit. Das SteuergerĂ€t empfĂ€ngt jetzt ein erweitertes UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz (statt 100 MHz) und nach wie vor ein Lang-, ein Mittel- und zwei KurzwellenbĂ€nder. Die Frequenzen fĂŒr den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Über fĂŒnf Programmtasten können UKW-Sender fest vor belegt werden. Die Einstellung der ersten vier SpeicherplĂ€tze erfolgt ĂŒber jeweils ein zugehöriges Poti (immer noch ohne zusĂ€tzliche Untersetzung) und die Anzeige ĂŒber ein gemeinsames Drehspulmessinstrument. Das fĂŒnfte Programm ist auf die untere Hauptskala gelegt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen automatischen Sendersuchlauf. Zur genauen Abstimmung ist das Radio wieder mit einem Empfangspegel-Drehspulmessinstrument ausgestattet, nun aber noch ergĂ€nzt um eine UKW-Stereo- und Feinabstimmungs-LED. Außerdem lĂ€sst sich ĂŒber einen kombinierten Drehschalter eine Automatische Scharfabstimmung (AFC) sowie Rauschsperre (Muting) zuschalten und das zweite Kurzwellenband ĂŒber eine KW-Lupe feinabstimmen. Die verbaute Stereodecoder-Baugruppe des Typs SD 2.1 aus dem MessgerĂ€tewerk Zwönitz fand z.B. schon im REMA arietta 730 Verwendung. Die mit vier KD503 oder 2N3005 bestĂŒckte Stereoendstufe sorgt fĂŒr eine sehr realistische Ausgangsleistung von 2x25 VA (4 Ω). Der Endstufe wurde nun eine Einschaltverzögerung zum Lautsprecherschutz und eine Pseudo-Quadroeffekt-Schaltung nachgeschaltet. Hierbei wird das Differenzsignal zwischen dem rechten und linken Kanal herausgefiltert und auf zwei weitere LautsprecherausgĂ€nge gegeben. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen und einen Aufnahmeausgang, des Weiteren ĂŒber einen Kopfhöreranschluss. Das 510 mm breite rk8 sensit bringt auf Grund des großen Trafos und der massiven Bauweise knapp 12 kg auf die Waage. Die verbauten Teile stammen fast ausschließlich aus DDR-Produktion. Die einzigen importierten Teile waren wohl die tschechischen Endstufen von TESLA (teilweise auch ungarische TUNGSRAM), das schon aus den STERN-Recordern bekannte Empfangspegel-Drehspulmessinstrument aus der Ex-UdSSR und das Abstimminstrument fĂŒr die Festsender vom heute noch produzierenden ungarischen Hersteller GANZ Instruments. Die optische Gestaltung des rk 8 entspricht wieder den beiden VorgĂ€ngern rk 5 und rk 7. Die Fertigung des GehĂ€uses aus Blechteilen ohne Holzkorpus hat sich zwischenzeitig allgemein durchgesetzt und wirkt mit dem Chassis in Röhrenradio-Optik eher schon wieder etwas ĂŒberholt. Geblieben sind jedoch die einmalige Gestaltung sowie das sehr durchdachte Bedienkonzept, was auch diese GerĂ€te wieder unverwechselbar und somit meiner Meinung nach besonders erhaltenswert macht. Technisch erweisen sich die rk 8 wieder als ausgesprochen robust. So findet sich an den GerĂ€ten meist nur der typischen Dreko-Fehler, der durch die getrennte Abstimmung jedoch nur den AM-Bereich blockiert. Die Reparatur erweist sich auf Grund des hinter der Skala positionierten Drekos als recht aufwendig, aber nicht unmöglich. Leider wurden in den GerĂ€ten auch noch bis 1979 die typischen „SchneemĂ€nner“ (weiße FROLYT-Elkos) verbaut, die meist kaum noch KapazitĂ€t besitzen und ersetzt werden sollten. Außerdem kann die in den etwas anfĂ€lligen AFC-Drehschalter integrierte Mutingfunktion zu einem Ausfall der UKW-Tonwiedergabe fĂŒhren (siehe Reparaturhinweise).

Neben der oben abgebildeten Variante gibt es noch die ab ca. 1980 produzierten rk 8 sensit, bei denen das Abstimminstrument etwas tiefer positioniert ist. Auch das Instrument selbst weicht etwas ab. In der ebenfalls bei GANZ Instruments produzierten Walzenanzeige wurde das Messwerk liegend verbaut. Ansonsten konnte ich keine weiteren technischen und optischen Unterschiede der beiden rk8-AusfĂŒhrungen feststellen (Bild oben: Seriennummer 37948 von 1979, Bild unten: 41660 von 1980). Des Weiteren gab es noch eine sehr seltene rk8-Variante in der Optik des rk 5 sensit mit Holzkorpus, PapprĂŒckwand, Alukappen auf den meisten Reglerknöpfen und Alublenden an der Ober- und Unterseite des Frontblechs. Auf Grund der zu DDR-Zeiten immer sehr korrekten Vergabe von Seriennummern ab 00001 gehe ich von insgesamt ca. 50.000 produzierten rk8 sensit von 1975 bis 1981 aus.

HELI rk 88 sensit (analoge Pegelanzeige)

Das rk 88 wurde als viertes Modell der sensit-Serie von 1982 bis 1984 in Limbach-Oberfrohna produziert. Der Aufbau des GerĂ€tes entspricht weitestgehend dem VorgĂ€nger rk 8. An der BestĂŒckung der Platinen hat sich jedoch einiges geĂ€ndert. So wurden die mechanischen UKW-Piezofilter durch Keramikfilter ersetzt, von denen im rk 88 – im Gegensatz zu den meisten RFT-Tunern und -SteuergerĂ€ten – gleich zwei StĂŒck zum Einsatz kamen. Die Schwelle der Rauschsperre (Muting) lĂ€sst sich stufenlos regeln. Als Stereodecoder arbeitet jetzt der IC A290 und der AM-EmpfĂ€nger mit unverĂ€ndertem Dreifach-Dreko des Typs 5003 verfĂŒgt nun ĂŒber einen 5kHz-Sperrfilter. Außerdem besitzt das GerĂ€t jetzt eine 75Ω-Koaxialbuchse fĂŒr die UKW-Antenne, einen weiteren Tonquelleneingang mit Aufnahmeausgang sowie eine zweite Kopfhörerbuchse an der Front. Die Vor- und Endstufe wurde teilweise neu bestĂŒckt, was fĂŒr einen noch niedrigeren Klirrfaktor von nur 0,08 % und eine erhöhte Ausgangsleistung von 2x30 VA sorgt. Als Endstufentransistoren kamen vier 2N3005 zum Einsatz. Außerdem wurde die Position des LautstĂ€rke- und Balance-Reglers getauscht und die Antriebsuntersetzung der beiden Abstimmanzeige erhöht. Neben den genannten Neuerungen entfallen aber leider dafĂŒr auch die Quadroeffekt-Schaltung, der automatischen Sendersuchlauf, die Kurzwellen-Lupe und die separate Abstimmanzeige fĂŒr die Festsender. Das abgebildete GerĂ€t vom 30.04.1981 mit der Seriennummer 47881 weicht etwas von der Serie ab. So kam hier ein Tastensatz mit glatten statt leicht gewölbten Schalterknöpfen zum Einsatz, wie man ihn eigentlich aus den Einschubvarianten RK5E und RE 822 kennt. Des Weiteren unterscheidet sich auch das verbaute Abstimminstrument etwas. Dieses stammt von GANZ Instruments aus Ungarn und nicht – wie ĂŒblich – aus russischer Produktion. Statt einer exakten Skalierung findet sich in dem Instrument nur eine Unterteilung in Rot und GrĂŒn. Auch im Inneren unterscheidet sich das GerĂ€t noch durch die verbauten mechanischen UKW-Filter statt der sonst bereits ĂŒblichen Keramikfilter. Der Hintergrund fĂŒr die Abweichungen war vermutlich nur einer der DDR-typischen Zuliefer-EngpĂ€sse.

HELI rk 88 sensit (Vorserie 1981)

Parallel zum rk 8 sensit wurden bereits 1981 erste GerĂ€te des Typs rk 88 sensit produziert, die sich jedoch optisch etwas von der spĂ€teren Serie unterscheiden. So finden sich bei meinem GerĂ€t mit der Seriennummer 01415 vom 03.04.1981 folgende Abweichungen zum offiziell ab MĂ€rz 1982 produzierten rk 88: Statt der grĂŒnen, gelben und schwarzen Potiknopf-Abdeckungen besitzt es die vom rk 5 tuner bekannten verchromten Reglerkappen und statt des weißen HELI-Aufdrucks findet sich auf der Front eine Aluminium-HELI-Raute. An der RĂŒckseite besitzt es – wie das rk 8 – vier Lautsprecher- und drei AM-Antennenbuchsen, ergĂ€nzt jedoch durch die 75Ω-Koaxbuchse des rk 88. Beschaltet wurde wiederum nur die Koax-Buchse, die erste AM-Buchse und zwei der vier Lautsprecherbuchsen. Offensichtlich wurden hier bereits gestanzte Bleche des zu dieser Zeit noch produzierten rk 8 verwendet, die dann aber per Hand um eine runde Koax-Öffnung ergĂ€nzt werden mussten. Auf der Blech-Innenseite lĂ€sst sich sogar noch der Anreißstrich fĂŒr die zusĂ€tzliche Bohrung erkennen. Die Beschriftung erfolgte regulĂ€r mit rk 88 sensit und entfiel fĂŒr die vier Lautsprecher- sowie zwei rechten Antennenbuchsen einfach komplett. Außerdem erscheint der eigentlich von Ă€lteren GerĂ€ten bekannte Schriftzug „made in germany gdr“ statt des zu dieser Zeit ĂŒblichen „made in gdr“. Technisch konnte ich keine Abweichung zum Serien-rk88 entdecken. So finden sich hier auch bereits der 10,7MHz-Keramikfilter und der Stereodecoder-Schaltkreis A290D. FĂŒr nĂ€here Infos zu den HintergrĂŒnden dieser GerĂ€tevariante wĂ€re ich sehr dankbar. Mir gibt mein Flohmarkt-Fund diesbezĂŒglich noch etwas RĂ€tsel auf und weitere Internetrecherchen fĂŒhrten bisher zu keinem Ergebnis.

HELI rk 88 sensit IC (LED-Pegelanzeige)
 

Die ab Ende 1984 produzierten rk 88 sensit mit Seriennummern ĂŒber 70.000 tragen offiziell die Bezeichnung rk 88 sensit IC und wurden trotz der fast identischen Funktionen grundlegend ĂŒberarbeitet. Somit handelt es sich hierbei eigentlich um eine eigenstĂ€ndige, fĂŒnfte Variante der sensit-Serie, auch wenn die Typenbezeichnung rk 88 sensit (ohne 
IC) auf dem GehĂ€use unverĂ€ndert blieb. So wurde an dem GerĂ€t der Drehregler fĂŒr die Automatische Scharfabstimmung (AFC) durch einen Druckschalter ersetzt und die analoge Empfangspegelanzeige durch eine LED-Kette mit zusĂ€tzlicher UKW-Feinabstimmungsanzeige. Diese Anzeige ist einem „Magischen Auge“ nachempfunden, wie man es von Röhrenradios kennt. Sie besteht aus insgesamt zehn LEDs: sieben grĂŒne LEDs waagerecht ohne Fassung ĂŒbereinander angeordnet zur Pegelanzeige, eine rote LED mittig in die Kette integriert zur Stereoanzeige und ĂŒber der Kette links und rechts neben der schon vom VorgĂ€nger bekannten UKW-Exakt-Tuning-LED noch jeweils eine orange pfeilförmige LED zur Richtungsanzeige. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied zum VorgĂ€nger rk 88 besteht in der weiteren BestĂŒckung mit ICs zusĂ€tzlich zum schon vorhandenen Stereodecoder A290 (daher die Typenbezeichnung rk 88 seinsit IC oder laut Elektronischem Jahrbuch rk 88 sensit IS fĂŒr "Integrierte Schaltungen"). Auch die zweifarbigen Abstimmskalen und -regler waren nun einheitlich gelb. Außerdem wurde die fest mit der Flutlichtskala verbundene Abdeckscheibe aus Glas ab 1985 durch eine mit der GehĂ€usefront verklebte Plastikscheibe ersetzt und das HELI-Logo an der Ober- und Frontseite verschwand zum selben Zeitpunkt.

Es gab hierbei jedoch auch rk 88 (ohne 
IC) mit Plastikscheibe und rk 88 sensit IC mit Glasscheibe und HELI-Logo, genauso wie die in der rfe von 1985 aufgefĂŒhrte Regel mit Seriennummern jenseits der 70.000 nicht hundertprozentig gilt. Vermutlich resultiert die Mischung der Varianten noch aus vorhandenen LagerbestĂ€nden und teilweise nicht verfĂŒgbaren neuen Komponenten, wie man dieses aus der DDR schon gewohnt war. Mit dem rk 88 sensit IC endet 1991 die sensit-Serie von HELI nach gut 20 Jahren mit fast unverĂ€nderter Optik und mechanischem Aufbau. Die lange Laufzeit ist insofern ungewöhnlich, als dass HELI in frĂŒheren Jahren anderen Herstellern in der Gestaltung immer deutlich voraus war. Aber auch das rk 88 sensit IC ist technisch bis zum Schluss moderneren Receivern von REMA, Stern-Radio, robotron oder internationalen Herstellern in vielen Belangen noch ĂŒberlegen. Auf Basis des rk 88 sensit IC wurde auch der EmpfĂ€ngereinschub RE 822 ohne integrierten VerstĂ€rker fĂŒr Großraum-Beschallungsanlagen gefertigt.

HELI rk 90 sensit cubus

Das rk 90 sensit cubus mit komplett ĂŒberarbeitetem GehĂ€use, Digitaltuner und Fernbedienung wurde bereits 1987 bei HELI entwickelt, ist aber leider nie in die Serienproduktion gegangen.

r o b o t r o n   –   B ĂŒ r o m a s c h i n e n w e r k   S ö m m e r d a

robotron RS 2500

Das SteuergerĂ€t RS 2500 wurde von 1989 bis 1990 als Nachfolgemodell des SR 2401/2410 bei robotron in Sömmerda produziert. GegenĂŒber den VorgĂ€ngern wurde die Ausstattung und GehĂ€usequalitĂ€t deutlich verbessert. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren ein Mittelwellenband. Zur genauen Abstimmung verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine Empfangspegel- und Stereoanzeige, eine Feinabstimmungsanzeige im Skalenzeiger sowie ĂŒber eine Automatischer Scharfabstimmung (AFC). Der eingebaute VerstĂ€rker Liefert eine Ausgangsleistung von 2x12 VA bei einer Impedanz von 4Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie ein Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei A2030H zum Einsatz. Statt der Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das GerĂ€t Auskoppelkondensatoren. Eine hĂ€ufige Fehlerquelle sind wie beim tonica RX 81 der leichtgĂ€ngige Netzschalter und die Drehschalter.

robotron RS 2510

Der RS 2510 entspricht technisch weitestgehend dem RS 2500, verfĂŒgt aber zusĂ€tzlich ĂŒber 16 UKW-ProgrammspeicherplĂ€tze. Die Programmwahl und Umschaltung auf manuelle Einstellung erfolgt mittels dreier Tipptasten und wird ĂŒber eine zweistellige 7-Segment-LED-Anzeige dargestellt.



robotron RS 2530

Das RS 2530 entspricht technisch weitestgehend dem RS 2510, verfĂŒgt jedoch ĂŒber einen fĂŒnfstufigen Graphic Equalizer. Die hierdurch entfallenden Klangregler wurden durch zwei zusĂ€tzliche TonquellenanschlĂŒsse ersetzt. Meines Wissens wurde das RS 2530 nicht mehr in Serie produziert.

robotron RS 5001

Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t robotron RS 5001 wurde ab 1981 bis mindestens Ende 1982 im Zuge der KonsumgĂŒterproduktion gebaut. Hierbei wurden DDR-Betriebe verpflichtet, 5 % der produzierten Waren fĂŒr den DDR-Binnenmarkt bereit zu stellen. Statt jedoch einfach von der im großen Stil exportierten Warenmenge einen entsprechenden Anteil abzuzweigen, stellten viele Hersteller nebenher völlig artfremde Waren her. In diesem konkreten Fall war die Produktion von HiFi-GerĂ€ten in einem Betrieb fĂŒr Computerteile und Schreibmaschine sogar noch recht geschickt gewĂ€hlt. Parallel zum RS 5001 wurde im VEB BĂŒromaschinenwerk Sömmerda das SR 2400 produziert. Beide GerĂ€te unterscheiden sich in der Optik und Ausstattung absolut grundlegend. WĂ€hrend das SR 2400 ziemlich rationell aufgebaut war, konnten die Entwickler beim RS 5001 aus dem Vollen schöpfen. Mit der grob geschliffener Aluminiumfront, den passenden Alureglern und dem konsequenten Einsatz von insgesamt 47 LEDs wirkt der Receiver schon optisch sehr hochwertig und zeitlos. Diesen Eindruck kann auch das recht schlicht in Schwarz furnierte MDF-GehĂ€use und die alubeschichtete Pappabdeckung an der Unterseite nicht wirklich trĂŒben. Technisch setzt sich der hochwertige Eindruck fort. Wie man es von einem Hersteller, der sich auf Rechnertechnik spezialisiert hat, schon erwarten kann, wurde recht konsequent auf Integrierte Schaltungen gesetzt. So finden sich hier bereits die gleichspannungsgeregelte Klang- und Balanceregelung mittels A273 und A274 sowie die LED-Ketten-Ansteuerung ĂŒber insgesamt vier ICs des Typs A277. Diese BestĂŒckung kam spĂ€ter auch im SV 3000 bis SV 3931, SR 3930 und REMA tonica zum Einsatz. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz mit zuschaltbarer Automatischer Scharfabstimmung (AFC) des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die eingestellte Frequenz wird ĂŒber eine Kette aus 34 LEDs angezeigt, das gewĂ€hlte Band ĂŒber vier separate LEDs. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine 7-stellige LED-Empfangspegelanzeige plus Stereo-LED. Außerdem ist neben der manuellen Auswahl das Speichern von acht weiteren Sendern möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x25 VA (4℩) und besitzt EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie zwei AufnahmeausgĂ€nge und einen Kopfhöreranschluss.

R E M A   S t o l l b e r g

REMA musette RS 6010 HIFI

Beim REMA musette handelt es sich um eine etwas gewöhnungsbedĂŒrftige und nie in Serie produzierte Designvariante des SR 3930 mit schwarzem GehĂ€use und Tasten Ă€hnlich dem REMA toccata. Technisch ist das GerĂ€t mit dem SR 3930 weitestgehend identisch. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je einen Kurz- und Mittelwellenbereich. Die eingestellte Frequenz wird ĂŒber eine Kette aus 23 LEDs angezeigt. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine Empfangspegel- und Stereoanzeige und es steht eine zuschaltbare RauschunterdrĂŒckung (Stereo NR) zur VerfĂŒgung. Außerdem ist das Speichern von neun weiteren Sendern möglich. Das aktuell gewĂ€hlte Programm wird – wie beim RS 2510 oder Colormat 4510 – durch eine Auf- und Ab-Taste angewĂ€hlt und kann ĂŒber eine grĂŒne 7-Segment-Anzeige abgelesen werden. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x13 VA bei einer Impedanz von 4℩ und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie zwei AufnahmeausgĂ€nge und einen Kopfhöreranschluss. Als IC-VerstĂ€rker kamen zwei A2030V zum Einsatz.

REMA HIFI-Stereo Receiver „Dialog“ RS 6020

SteuergerÀt auf Basis des REMA tonica RX 81 mit Digitaltuner, 16 ProgrammspeicherplÀtzen und Fernbedienung


REMA Minor RX 10

Das Mono-SteuergerĂ€t Minor RX 10 wurde ab Ende der 1970er Jahre im VEB REMA Stollberg produziert. Unter dem HolzgehĂ€use mit verchromten Alutasten und -reglern verbirgt sich ein technisch eher einfaches GerĂ€t, dessen Abstammung vom REMA Solo noch deutlich erkennbar ist. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Der eingebaute MonoverstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 6 VA bei einer Impedanz von 4℩ durch zwei russische Endstufentransistoren und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Das REMA Minor wurde zumeist mit der passenden Einwege-Kompaktbox B 7135 ausgeliefert.

REMA Minuet RX 21

Das Stereo-SteuergerĂ€t REMA Minuet RX 21 wurde Anfang der 1980er Jahre auf Basis des andante 744 im VEB REMA Stollberg produziert. Die Ausstattung des GerĂ€tes blieb hierbei fast unverĂ€ndert. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Ferritantenne und externe AntennenanschlĂŒsse. Neben einer Automatischen Scharfabstimmung (AFC) besitzt das GerĂ€t zur genauen Abstimmung eine Empfangspegel- und Stereoanzeige, die im Gegensatz zum andante mit LEDs realisiert wurde. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x8 VA bei einer Impedanz von 4 Ω ĂŒber vier Endstufentransistoren des Typs SD345 und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die im REMA andante noch vom AM-Bereich getrennte Abstimmung fĂŒr UKW entfĂ€llt bei diesem GerĂ€t zugunsten einer gemeinsamen Abstimmung. Das REMA Minuet wurde zumeist mit den passenden Einwege-Kompaktboxen B 7135 ausgeliefert.

REMA Marcato RX 40

Das Stereo-SteuergerĂ€t REMA Marcato RX 40 wurde Anfang der 1980er Jahre auf Basis des REMA andante 844 im VEB REMA Stollberg produziert. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz und verfĂŒgt ĂŒber eine automatische Scharfabstimmung (AFC). Außerdem ist der Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine Empfangspegel- und Stereoanzeige mittels 6+1 LEDs. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω ĂŒber vier Endstufentransistoren des Typs SD345 und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die höhere Ausgangsleistung gegenĂŒber dem RX 21 ergibt sich dabei nicht aus verbesserten Endstufen, sondern resultiert aus dem grĂ¶ĂŸeren Netztransformator.

REMA Marcato RX 41

Das Stereo-SteuergerÀt REMA Marcato RX 41 entspricht technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen RX 40, allerdings wurden im ZF-Teil zunehmend ICs verbaut und die Beschriftung der Bedienelemente erfolgte nun in englischer statt in deutscher Sprache. Die Vor- und Endstufen sowie das GehÀuse blieben hingegen komplett unverÀndert.



REMA Modus RX 42

Das Stereo-SteuergerĂ€t REMA Modus RX 42 wurde ab 1985 im Volkseigenen Kombinat Rundfunk- und Haushaltstechnik Stollberg Stammbetrieb REMA produziert und ist technisch baugleich mit dem REMA Marcato RX 41. Ein meiner Meinung nach mit seiner recht ansprechenden Optik und der REMA-typischen Technik sowie dem ebenfalls typischen Klang immer etwas unterschĂ€tztes GerĂ€t. Optisch entspricht es den Geracord Kassettendecks GC 6031 und GC 6131. Diese weisen lediglich eine geringere GehĂ€usetiefe auf, was mit dem GC 6033 (Bild) dann aber auch angepasst wurde. Das Modus RX 42 war somit das einzige REMA-SteuergerĂ€t mit optisch passender Zusatzkomponente (vom sehr seltenen GC 6032 tonica und dem in der GehĂ€usebreite nicht zum entsprechenden SteuergerĂ€t passenden Stereokassette 1 abgesehen). Unter dem schicken GehĂ€use mit massiver gebĂŒrsteter Aluminiumfront sowie verchromten Plastiktasten und -reglern befindet sich ein technisch eher einfaches, dafĂŒr aber sehr solides GerĂ€t, dessen Abstammung vom REMA andante 844 noch eindeutig erkennbar ist. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine Empfangspegel- und Stereoanzeige mit 6+1 LEDs möglich, die sich bei diesem GerĂ€t unterhalb der Flutlicht-Skala befindet. Der eingebaute VerstĂ€rker mit vier Endstufentransistoren des Typs SD345 liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang.

REMA Modus RX 42/1 Hifi

Die letzten erst von 1987 bis 1988 produzierten REMA Modus trugen die Zusatzbezeichnung RX 42/1 HIFI. Auf der RĂŒckseite findet sich die zwischenzeitig leicht verĂ€nderte, aber kaum kĂŒrzere Herstellerbezeichnung VEB Rundfunktechnik REMA Stollberg Betrieb des Rundfunk und Fernsehen, außerdem der Vermerk „Hifi-QualitĂ€t nach TGL 28660" und die etwas reduzierte Leistungsangabe von 13VA statt 15 VA bei einer unverĂ€nderten Impedanz von 4 Ω. Ich konnte selbst bei einem geöffneten RX 42 neben einem RX 42/1 keine wirklich erwĂ€hnenswerten Unterschiede erkennen. Die Änderung und somit Voraussetzung fĂŒr die erfĂŒllte HiFi-Norm des RX 42/1 ergibt sich wohl aus den geringeren Bauteiltoleranzen der an sich identischen ICs und Transistoren. Vermutlich konnte hierdurch der Klirrfaktor verringert werden, da der "alte" RX 42 die notwendigen mindestens 10 VA fĂŒr die HiFi-Norm ohnehin schon erfĂŒllte. Neben der ĂŒblichen Variante mit gebĂŒrsteter Aluminium-Frontplatte gab es den RX 42/1 auch mit schwarz lackierter Front. Passend hierzu wurden ja bereits die Geracord Decks GC 6031 und GC 6131 in Schwarz produziert. Ein schwarzes GC 6033 mit identischer GehĂ€usetiefe ist mir wiederum nicht bekannt.

REMA Melodic RX 46 HIFI

Das SteuergerĂ€t REMA melodic RX 46 HIFI entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen RX 41. Es erfĂŒllt jedoch – wie schon das RX 42/1 – durch die geringeren Bauteiltoleranzen die HiFi-Norm, die das REMA Marcato trotz seiner Ausgangsleistung von mehr als 2x10 VA noch nicht erreicht. An der Optik und Ausstattung wurden keine VerĂ€nderungen vorgenommen. Das RX 46 gab es – wie das RX 40 und RX 41 – mit silbernem und braunem Frontrahmen.

REMA tonica RX 80 HiFi

Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t REMA tonica RX 80 HiFi wurde von 1987 bis 1989 im VEB REMA Stollberg produziert und entspricht technisch weitestgehend den HiFi-Komponenten RFT HMK-T 100 sowie HMK-V 100. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die ersten GerĂ€te verfĂŒgen noch ĂŒber ein UKW-Frequenzband bis 104 MHz. Mittels Programmtasten lassen sich 14 UKW-Sender fest vor belegen. Durch einfaches BerĂŒhren des Abstimmreglers kann die Frequenz auch manuell gewĂ€hlt werden. Solange der Chromring des Reglers berĂŒhrt wird, setzt sich die Automatische Scharfabstimmung (AFC) außer Betrieb und wird danach wieder automatisch aktiviert.

Der Tuner besitzt eine mechanische Frequenzanzeige fĂŒr die manuelle Senderwahl und eine Kette aus 12 LEDs fĂŒr die 14 ProgrammspeicherplĂ€tze. Zur genauen Abstimmung verfĂŒgt das GerĂ€t außerdem ĂŒber eine sechsstellige Empfangspegel-, dreistellige-Feinabstimmungs- und einstellige Stereo-LED-Anzeige. Der verbaute VerstĂ€rker sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr drei weitere Tonquellen, zwei AufnahmeausgĂ€nge, sowie vier Lautsprecher- und zwei KopfhöreranschlĂŒsse. 

Über die Linear-Taste lĂ€sst sich die Klangregelung komplett ausschalten und ĂŒber eine weitere Taste der Pegel auf bis zu -12 dB absenken. Als Endstufentransistoren wurden zumeist vier russische Кб819В (KT819W) verbaut, teilweise kamen aber auch die großen TESLA KD606 mit TO3-GehĂ€use zum Einsatz. Das REMA tonica RX 80 HiFi gibt es mit komplett braunem und braun-beigefarbenem GehĂ€use. Ganz frĂŒhe Vorserienmodelle hatten sogar silbergraue Blenden. Neben dem regulĂ€ren – völlig unzureichenden – Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurde das REMA tonica RX 80 HiFi auch im GENEX-Katalog angeboten.

Über die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten BundesbĂŒrger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses fĂŒr den DDR-Außenhandel wohl sehr eintrĂ€gliche GeschĂ€ft wurde ĂŒber die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dĂ€nischer Landesvorwahl betreute. Hier war z.B. das tonica RX 80 ergĂ€nzt um die 2-Wege-Boxen B 9161 tonica fĂŒr 690,- DM statt 2.350,- DDR-Mark erhĂ€ltlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heißt es hierzu: „Mehr Freude am guten Ton – HIFI-Receiver Tonica RX 80 mit 2 Boxen – Ein leistungsfĂ€higes SteuergerĂ€t mit reiner KlangqualitĂ€t und umfangreicher Ausstattung. 4 Wellenbereiche UKW, KW, MW, LW; Ausgangsleistung 2 x 25VA Sinus; Programmspeicher fĂŒr UKW, 14 Tipptasten; optimale Sendereinstellung; 38 LEDÂŽs fĂŒr Speicherplatz, Speicherfrequenz, Abstimmanzeige, UKW-Mitte, Stereo, Netz und Zeiger; Tasten fĂŒr Linear, Lautsprechergruppen 1 und 2; Dreheinsteller fĂŒr LautstĂ€rke, Höhen, Tiefen, Balance; mit Einschaltverzögerung; SchaltgerĂ€uschunterdrĂŒckung fĂŒr störungsfreien Empfang. Die verschiedensten AnschlĂŒsse machen es möglich, den Tonica RX 80 zu ergĂ€nzen. Anschlussmöglichkeiten: TA, TB 1 und TB 2, Stereokopfhörer, AM-Antenne, FM-Antenne (75Ω). Maße (BHT) 390 x 125 x 320 mm. Lieferbar ab Mai (1986)“. Auf die Boxen wird in der Beschreibung nicht weiter eingegangen.

REMA tonica RX 81 HiFi (braun & braun-beige)

Das ab 1988 produzierten REMA tonica RX 81 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen RX 80, allerdings entfĂ€llt hier durch weitere HalbleiterbestĂŒckung der Drehkondensator. Somit lassen sich jetzt die 14 ProgrammspeicherplĂ€tze auch mit Kurz- und Mittelwellensendern belegen. Auf ein Langwellenband wurde zugunsten einer Kabelnetztaste (UKW Fern) verzichtet. Der mechanische Zeiger blieb trotzdem erhalten, da das ganze GehĂ€use nicht verĂ€ndert wurde und die LED-Anzeige mit 23 Anzeigemöglichkeiten auch nur relativ ungenau ist.

Eine hĂ€ufige Fehlerquelle beim RX 81 gegenĂŒber dem RX 80 sind die erstmals ĂŒberarbeiteten Schalter, die jetzt leichtgĂ€ngiger sind, nach hĂ€ufiger Nutzung aber auch nicht mehr korrekt einrasten. Neben GerĂ€ten mit komplett brauner Frontblende und braunem Abdeckblech gab es auch wieder eine Variante mit beige-brauner Front und braunem Abdeckblech.



REMA tonica RX 81 HiFi (schwarz)

Einige der im Laufe des Jahres 1990 produzierten REMA tonica RX 81 wurde mit schwarzen statt der ĂŒblichen braunen oder braun-beigefarbenen GehĂ€use sowie mit REMA- statt robotron-Schriftzug an der Front versehen. Sie unterscheiden sich auch – wie schon die letzten braunen RX 81 – durch den Einzelring am Abstimmregler. Diese GerĂ€te wurden bereits mit den vergoldeten Lautsprecherrelais-Kontakten des nachfolgend beschriebenen RX81/2 ausgestattet, wodurch die ĂŒblichen Kontaktfehler recht zuverlĂ€ssig unterbunden wurden.

REMA tonica RX 81/2 HiFi

Das SteuergerĂ€t REMA tonica RX 81 wurde 1990 leicht ĂŒberarbeitet als RX81/2 weiterproduziert. Neben den bereits bei den letzten RX 81 vorgenommenen Änderungen sind diese GerĂ€te mit einem zusĂ€tzlichen Entzerrer-VorverstĂ€rker ausgestattet, um der international ĂŒblichen DIN-Norm zu entsprechen. Des Weiteren wurde in der schwierigen Wendezeit auf sĂ€mtliche Herstellerangaben verzichtet, die GerĂ€te tragen stattdessen nur ein großes CE-Zeichen, welches ja keiner unabhĂ€ngigen PrĂŒfung unterlag.

ANDICOM TONICA RX 81

Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t REMA tonica RX 81/2 wurde 1990 ĂŒber die Andicom GmbH vertrieben und auch entsprechend mit ANDICOM beschriftet.

SP 1201

Das auf Digitaltechnik basierende SteuergerÀt SP 1201 wurde auf der 9. Kunstausstellung in Dresden 1982 vorgestellt, ist jedoch nie in Serie gegangen.

S t e r n - R a d i o   B e r l i n   &   S o n n e b e r g

Lady Stereo SR 750

Frau B. Ehrlich – von 1986 bis 1990 Designerin bei Stern-Radio in Berlin und maßgeblich am Lady Stereo beteiligt – schrieb mir zu diesem Entwurf von 1988: „Die Lady ist aus dem Auftrag entstanden, die Leiterkarte des SKR 700 in einem neuen Produkt unterzubringen. Es durfte keine Position auf der Leiterkarte verĂ€ndert werden. Es sind verschiedene Lösungen in einem internen Wettbewerb entstanden und mein Entwurf wurde favorisiert. Ich wollte ein kleines Deck entwickeln, welches sich die Leute hinstellen können, die noch keine 4500,- DDR-Mark fĂŒr ein großes Deck ausgeben konnten. Auch wollte ich dem ewigen kantigen Design in der Branche etwas weicheres harmonischeres entgegensetzen. Daher die Halbzylinder in der Front. Durch den Anschnitt fĂŒr die Tasten entstand eine interessante Formensprache. Leider ist daraus nur ein erstes Funktionsmuster entwickelt worden. Ich habe ganz frei ein Kassettendeck dazu entwickelt und spĂ€ter im Eigenauftrag noch die verstellbaren Boxen, so dass der Abstrahlwinkel immer gleich gut ist, egal ob die Boxen auf der Erde stehen oder oben im Regal. 
Den Zusatznamen Lady hatte sich unser Betriebsdirektor einfallen lassen. Wir fanden diese schrecklich und wenig dem GerĂ€t gerecht, mussten uns aber fĂŒgen. ...“ Zum Technischen: Das Lady Stereo entspricht – vom fehlenden bzw. separaten Kassettendeck abgesehen – komplett dem Stereorecorder skr 700. Es ermöglicht den UKW-Empfang von 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren den Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang ĂŒber die integrierte Ferritantenne sowie fest installierter Dipol-Teleskopantenne. Außerdem besitzt es einen externen Tonquellenanschluss mittels Diodenbuchse (DIN).

Zu dem GerĂ€t wurde noch ein passendes Kassettendeck und passende Lautsprecherboxen entwickelt (Bilder & Beschreibungen unter HiFi-Kombinationen sowie Lautsprecherboxen). Das Lady Stereo SR 750 mit weißem GehĂ€use, aufgenommen in der Stern-Radio Ausstellung des ehemaligen Werks Berlin-Weißensee, ca. 1987 wechselte die gesamte Stern-Radio Produktion in ein neues Werk nach Berlin-Marzahn.

das Lady Stereo SR 750 mit den hierzu geplanten Lautsprecherboxen




und mit den vom skr 1200 bekannten Boxen






SR 750 Stereo Radio

Auf Basis des zuvor beschriebenen Lady Stereo entstand noch eine weitere Variante mit der Bezeichnung SR 750 Stereo Radio und etwas verĂ€nderter Front. Die Typenbezeichnung ergibt sich wohl aus der technisch verwandten skr 7xx Recorder-Serie. Das grĂ¶ĂŸtenteils mit dem Lady Stereo identische SteuergerĂ€t empfĂ€ngt kein Langwellenband mehr. Der hierdurch frei gewordenen Drehschalterposition wurde ein dreifacher Tonquellenanschluss nachgeschaltet, sodass neben dem passenden Deck noch weitere Komponenten angeschlossen werden konnten. Auch hierzu gab es wieder ein passendes Deck (Bild & Beschreibung unter HiFi-Kombinationen).

akkord sr 1500

Das Stereo-SteuergerĂ€t akkord sr 1500 wurde um 1981 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Der Receiver empfĂ€ngt neben dem UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz noch je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Ferritantenne bzw. drei externe AntennenanschlĂŒsse (UKW nah, UKW fern & AM). Zur Abstimmung stehen eine sechsstellige LED-FeldstĂ€rkenanzeige und eine Stereo-LED zur VerfĂŒgung. Das gewĂ€hlte Frequenzband wird mittels zwei farbiger Mini-LEDs im Skalenzeiger signalisiert (UKW: rot / KW, MW & LW: grĂŒn). Der integrierte StereoverstĂ€rker sorgt durch zwei IC-VerstĂ€rker des Typs TESLA MDA2030 fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x8 VA an 4Ω und verfĂŒgt ĂŒber eine Pseudo-Quadroeffekt-Schaltung fĂŒr vier Lautsprecher. Des Weiteren besitzt das 7 kg schwere GerĂ€t je einen Plattenspieler- und Tonbandanschluss (TA & TB); zwei Kopfhörerbuchsen; ein Höhen-, Tiefen- und Balanceregler; eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC, bei BerĂŒhrung des Abstimmreglers automatisch deaktiviert); eine Rauschsperre (Muting); MPX-Filter; abschaltbare Ferritantenne und Monotaste. Unter dem 480 x 110 x 290 mm großen MDF-GehĂ€use mit Holzdekorfolie, silberner Plastikfront, schwarzen Plastiktasten sowie -reglern und PlastikrĂŒckwand findet sich eine relativ moderne BestĂŒckung mit einer gleichspannungsgesteuerten Klang- und Balancereglung ĂŒber je einen A273D und A274D, einem Stereodecoder des Typs A290D und einer LED-Ansteuerung ĂŒber einen A277D. Viele dieser Bauteile finden sich spĂ€ter auch in diversen DDR-HiFi-Komponenten (S 3000 & Co.). Vielleicht war dieses auch der Grund, warum sich auf der GehĂ€userĂŒckwand das „GĂŒtezeichen Q“ findet, welches ansonsten eigentlich den in ihrer Kategorie besten GerĂ€ten im ganzen RGW-Raum vorbehalten war.

r o b o t r o n   –   B ĂŒ r o m a s c h i n e n w e r k   S ö m m e r d a

robotron SR 2400

Der SR 2400 wurde als "gĂŒnstige" Alternative zu den immer teurer werdenden RFT-Stereoanlagen im VEB robotron BĂŒromaschinenwerk Sömmerda produziert und meistens zusammen mit den Einwege-Bassreflexboxen B 2410 ausgeliefert. GĂŒnstig hieß hierbei allerdings immer noch deutlich ĂŒber 1.000 DDR-Mark inklusive Boxen. Mit dem passenden Kassettendeck Geracord GC 6032 und dem Plattenspieler Ziphona MA 2400 konnte dieser Preis dann noch einmal deutlich ĂŒberschritten werden. Das GerĂ€t ist technisch sehr einfach aufgebaut. Die getrennten Tuner- und VerstĂ€rkerplatine sind denen des Kassettenrecorders SKR 500 sehr Ă€hnlich. Alle Anschlussbuchsen, Schalter und Potis befinden sich direkt auf den Platinen, wodurch keine zusĂ€tzliche Beschaltung erfolgen musste. Durch das verbaute LautstĂ€rke-Tandempotentiometer konnte auf einen zusĂ€tzlichen Balanceregler und eine entsprechende Beschaltung durch einen Schaltkreis verzichtet werden. Die kurzschlussfesten IC-VerstĂ€rker ohne Überlastschutz des Typs A210K sorgen fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x 4,5 VA an 4 Ω. Statt der sonst ĂŒblichen Alufrontplatten und -tasten besitzt das GerĂ€t nur eine Plastikfront mit eingeklebten Stahlblechen und Plastiktasten. An der Verarbeitung wurde – wie in der DDR ĂŒblich – natĂŒrlich trotzdem nicht gespart, weswegen die GerĂ€te sehr zuverlĂ€ssig arbeiten. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- sowie Langwellenband und ist mit einer Automatischen Scharfabstimmung (AFC) ausgestattet. Die GerĂ€te gibt es mit schwarzen und braunen GehĂ€usen.

robotron SR 2401 Stereo Clock

Das kurz vor der Wende produzierte und unter anderem ĂŒber GENEX vertriebene SR 2401 entspricht technisch dem SR 2410, verfĂŒgt aber statt der UKW-Programmspeicher und Empfangspegelanzeige ĂŒber eine LCD-Uhr mit Weckfunktion neben der Skala.

robotron SR 2410

Das parallel zum SR 2400 produzierte Stereo-SteuergerĂ€t SR 2410 (Bild mit dem Kassettendeck GC 6132) wurde um sieben UKW-ProgrammspeicherplĂ€tze und eine fĂŒnfstufige LED-Empfangspegelanzeige erweitert. Beides ist in ein geschlossenes Modul integriert und dieses dann in die Skalenöffnung eingehĂ€ngt. Durch die sehr einfache Mechanik dieses Einsatzes und die verwendeten Trimmer klemmen die Tasten hĂ€ufig und die Abstimmung ist nur unprĂ€zise möglich. Zur Bereitstellung der ProgrammspeicherplĂ€tze musste der UKW-Dreko des SR 2400 entfallen und der UKW-Tuner wurde durch den empfangsstĂ€rkeren Typ 7 ersetzt. Die BestĂŒckung der VerstĂ€rkerplatine weicht ebenfalls minimal vom SR 2400 ab und der UKW-Antenneneingang wurde ĂŒber eine Koax-Buchse realisiert. Die GerĂ€te gibt es mit schwarzen und braunen GehĂ€usen, anfangs waren die Fronten der Schalter und Regler außerdem silberfarben lackiert.

Neben dem regulĂ€ren Vertrieb in RFT-GeschĂ€ften der DDR wurden das SR 2410 auch ĂŒber die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. So findet sich der Receiver ergĂ€nzt um die Boxen B 2410 im GENEX-Katalog von 1986 fĂŒr 320,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Stereo-SteuergerĂ€t SR 2410 mit 2 Bassreflexboxen (6 Liter) und 2 x 6 Watt Leistung. UKW, KW, MW, LW; 7-facher Senderspeicher im UKW-Bereich mittels Kurzhubtasten; automatische Stereoumschaltung mit LED-Anzeige; Drehregler fĂŒr LautstĂ€rke, Höhen und Tiefen; Flutlichtskala; frontseitige Kopfhörerbuchse; getrennt schaltbare AnschlĂŒsse fĂŒr Stereo-TonbandgerĂ€t und Stereo-Plattenspieler. Maße SteuergerĂ€t (BHT) 390 x 100 x 280 mm.“. Auf die mitgelieferten Boxen wird in der Beschreibung nicht weiter eingegangen.

SR 2420 Proxima Nova

Das Proxima Nova wurde speziell fĂŒr den Export in die ČSSR auf Basis des SR 2410 produziert. Die Besonderheit stellte hierbei das zusĂ€tzliche UKW-Band von 65 bis 74 MHz nach osteuropĂ€ischer OIRT-Norm da. Das GerĂ€t empfĂ€ngt außerdem UKW von 87,5 bis 104 MHz (CCIR-Norm) sowie je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Da am Chassis des SR 2410 keine zusĂ€tzliche Taste fĂŒr den ergĂ€nzten Frequenzbereich existiert, wurde das in der Tschechei ĂŒbliche OIRT-Band auf die ĂŒbliche UKW-Taste gelegt und zum Empfang nach deutscher/westeuropĂ€ischer CCIR-Norm muss die UKW- und KW-Taste gleichzeitig gedrĂŒckt werden.

R E M A   S t o l l b e r g

REMA SR 3930 HIFI

Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t SR 3930 wurde von 1988 bis 1990 auf Basis des REMA tonica RX 81 im VEB Robotron Rema Stollberg produziert und optisch an die S3930-Serie angepasst. Die verbauten Platinen sind mit dem REMA tonica weitestgehend identisch. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz mit zuschaltbarer RauschunterdrĂŒckung (Stereo NR) sowie je einen Kurz- und Mittelwellenbereich. Die eingestellte Frequenz wird ĂŒber eine Kette aus 23 LEDs angezeigt. Somit ist eine Anzeige im Abstand von ca. 500 kHz möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine Empfangspegel- und Stereoanzeige mit 6+1 LEDs. Außerdem ist das Speichern von neun weiteren Sendern möglich. Das aktuell gewĂ€hlte Programm kann ĂŒber eine 7-Segment-LED-Anzeige abgelesen werden. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x13 VA (4 Ω), besitzt EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie zwei AufnahmeausgĂ€nge und einen Kopfhöreranschluss. Als IC-VerstĂ€rker kamen – wie beim SC 1800 und SV-210 – zwei A2030V zum Einsatz. Auf die bei vielen VerstĂ€rkern ĂŒbliche Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung wurde beim SR 3930 verzichtet. Statt dieser hĂ€ufigen Fehlerquelle sorgen die leichtgĂ€ngigen Tasten fĂŒr AusfĂ€lle (speziell der Netzschalter, problemlos durch anderen Typ ersetzbar). Aus meiner Sicht wird das SR 3930 gegenĂŒber dem REMA tonica gerne etwas unterschĂ€tzt. So zeichnet es sich zum Einen durch die konsequent elektronische Abstimmanzeige ohne mechanischen Zeiger und mit 23 statt 12 LEDs aus, ergĂ€nzt um eine Speicheranzeige mit 7-Segment-Display statt Mini-LEDs ĂŒber den Programmtasten, zum Zweiten durch den – dank des großen Trafos – klanglich durchaus ebenbĂŒrtigen VerstĂ€rker ohne fehleranfĂ€lliges Lautsprecherschutzrelais und zum Dritten durch die optische KompatibilitĂ€t zur HiFi-Serie S 3930, die beim optisch eigenstĂ€ndigen tonica leider nicht gegeben ist.

REMA SR 3930/1 HIFI

Das SR 3930/1 unterscheidet sich offensichtlich nur schaltungstechnisch vom zuvor beschriebenen SR 3930. So konnte ich im direkten Vergleich nur einige Unterschiede auf der Netzteilplatine finden. Die Beschriftung erfolgte auf der Front regulĂ€r mit SR 3930, lediglich auf der RĂŒckwand und auf dem Papierschild mit der Seriennummer findet sich die Bezeichnung SR 3930/1.

REMA arioso 730

Das REMA arioso 730 wurde ab 1968 als Nachfolgemodell des RöhrengerĂ€tes Allegro bei REMA in Stollberg produziert. Das komplett transistorbestĂŒckte GerĂ€t besitzt ein 600 mm breites lackiertes HolzgehĂ€use mit Stahlblechfront. Der eingebaute Tuner verfĂŒgt ĂŒber das zu dieser Zeit in der DDR ĂŒbliche UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz sowie ĂŒber je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die Frequenzen fĂŒr den AM- und FM-Bereich lassen sich getrennt regeln und die eingebaute Ferritantenne kann ĂŒber einen Regler gedreht werden. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x6 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie ein Aufnahmeausgang.

REMA akzent 730

Das recht seltene REMA akzent 730 basiert technisch vermutlich auf dem REMA arioso 730, jedoch in vereinfachter Form mit einem völlig anderen mechanischen Aufbau. Es verfĂŒgt offensichtlich ĂŒber ein getrennt regelbares UKW- und Mittelwellenband. Die Anzeige besteht wohl wie beim Kofferradio Stern Garant aus je einer Walzenskala mit festem Zeiger (?). Ansonsten lassen sich Höhen und Tiefen getrennt regeln, die Balance und natĂŒrlich verfĂŒgt es ĂŒber einen LautstĂ€rkeregler. Die SteuergerĂ€te wurden in der Regel mit L2301-Chassis bestĂŒckten Einwegeboxen in GehĂ€usefarbe ausgeliefert.

REMA adagio 830

Das REMA adagio 830 entspricht dem REMA arietta 730, verfĂŒgt jedoch ĂŒber eine leistungsstĂ€rkere Endstufe mit 2x15 VA bei einer Impedanz von 4 Ω.


REMA arietta 730

Beschreibung folgt






Das REMA arietta 730 wurde um 1977 in geringer StĂŒckzahl auch in die Bundesrepublik exportiert. Die GerĂ€te unterscheiden sich durch das erweiterte UKW-Band bis 108 statt 100 MHz sowie durch die Beschriftung der Skala mit westeuropĂ€schen Sendern wie RIAS, AFN, Frankfurt, Stuttgart, NĂŒrnberg und MĂŒnchen. Außerdem kam hier ein GehĂ€use mit Echtholz- statt Kunststofffurnier zum Einsatz. Frontseitig findet sich die regulĂ€re Typenbezeichnung mit REMA arietta, rĂŒckseitig mit REMA Stollberg und „Made in GDR“, auf weitere Herstellerangaben wurde jedoch verzichtet.

REMA arietta 734

Das um 1976 produzierte REMA arietta 734 entspricht technisch weitestgehend dem REMA arietta 730, verfĂŒgt aber ĂŒber ein UKW-Band bis 104 statt 100 MHz. Außerdem wurde die Beschriftung der Skalenscheibe optisch umgestaltet.





REMA andante 830

Das um 1979 produzierte REMA andante 830 entspricht technisch weitestgehend dem REMA adagio 830, wurde aber optisch ĂŒberarbeitet.





Die GerĂ€te gab es teilweise auch noch mit einer drehbaren Ferritantenne, die sich ĂŒber einen zusĂ€tzlichen fĂŒnften Reglerknopf mit nachgelagerter Mechanik in der Horizontale ausrichten ließ. Im selben Zuge wurde jedoch auf die Kopfhörerbuchse verzichtet.





REMA andante 834

Das REMA andante 834 entspricht technisch weitestgehend dem REMA andante 830, verfĂŒgt aber ĂŒber ein UKW-Band bis 104 statt 100 MHz.


REMA andante 744

Von 1981 bis 1984 wurde mit dem REMA andante 744 die letzte Serie dieser Baureihe produziert. Statt der drehbaren Ferritantenne besitzen die GerÀte nun einen Kopfhöreranschluss, ein erweitertes UKW-Frequenzband bis 104 MHz und einen deutlich verbesserten IC-Stereodecoder.



Das dunkle Kunstofffurnier des SteuergerÀtes und der Boxen wurde in der laufenden Serie auf das DDR-typische Nussbaumfdekor geÀndert und die Boxen erhielten Stoff- statt Plastikblenden.





REMA andante 844

Das REMA andante 844 entspricht technisch dem REMA andante 744, besitzt aber leistungsstĂ€rkere Endstufen sowie ein grĂ¶ĂŸeres Netzteil und wurde mit den passenden Zweiwegeboxen ausgeliefert.





Die GerĂ€te wurden neben der zuvor abgebildeten helle Dekorfolie grĂ¶ĂŸtenteils mit dunklem Nussbaumdekor bezogen.

REMA cornet 840 HiFi

Das REMA cornet 840 HiFi basiert technisch auf dem nachfolgend beschriebenen REMA toccata 940, allerdings verfĂŒgt das GerĂ€t nur ĂŒber einfachere Endstufen. Außerdem fehlen die Sensortasten zur Programmwahl und die vier zusĂ€tzlichen Klangregeltasten. Das REMA cornet 840 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in der Bundesrepublik vertrieben. Es unterscheidet sich von der DDR-AusfĂŒhrung durch das erweiterte UKW-Band bis 108 MHz und die fehlenden Hersteller- und Herkunftsverweise auf dem GehĂ€use.

Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heißt es zu dem GerĂ€t, das im selben Jahr aufgrund der lĂ€ngst erfolgten Produktionseinstellung aus dem Sortiment genommen, aber noch einmal mit Bild aufgefĂŒhrt wurde: „HiFi-Stereo-Receiver 50 Watt – Die ideale Zweitanlage fĂŒr den Hobby-Party-Raum, Kinderzimmer, KĂŒche und dergleichen – Empfangsstarkes Radio (4 UKW Stationsspeicher) MW/LW/KW; getrennte Regler fĂŒr LautstĂ€rke, Höhen, Tiefen und Balance; Abstimmanzeige; Stereo-Signalanzeige, Muting-Taste (Sender-UnterdrĂŒckung); AFS; Stereo/Mono-Schalter; Anschlussmöglichkeit fĂŒr Phono-Magnetsystem und Tonband ĂŒber DIN-Buchsen, Kopfhöreranschluss 5-polig DIN an der Frontseite des Receivers, in Nussbaum natur mit anthrazitfarbener Front; Technische Daten: Wellenbereiche rauschbegrenzte Empfindlichkeit UKW 87,5 – 108 MHz / 3 ÎŒV an 300 Ω; KW 5,9 – 7,4 MHz / 30 ÎŒV; MW 510 – 1.620 kHz / 35 ÎŒV; LW 150 – 290 kHz / 70 ÎŒV; TrennschĂ€rfe FM/AM (1 MHz) > 50 dB / 60 dB; UKW-Antennenanschluss 300 Ω symmetrisch; Leistung an 4 Ω 2x16 W Sinus, 2x25 Watt Musik; Klirrfaktor > 0,3 %; ÜbersprechdĂ€mpfung NF (250 – 10.000 Hz) > 40 dB; Fremdspannungsabstand bei 50 mH / sinus Ausgangsleistung > 50 dB / 70 dB; Eingang TA/TB 250 mV / 1 MΩ; Höhen/Bassregelung ± 12 dB / 10 kHz / 100 Hz; Übertragungsbereich 20 Hz – 22 kHz; Netz 220 V / 50 Hz, 90W max.; Abmessungen (B x H x T) 600 x 140 x 310 mm; Gewicht 10 kg“.

REMA toccata 940 hifi

Das REMA toccata 940 hifi wurde ab 1977 bis mindestens 1982 im VEB REMA Stollberg produziert. Das erstmals mit mehreren ICs bestĂŒckte GerĂ€t besitzt ein 600 mm breites furniertes HolzgehĂ€use mit Stahlblechfront, Alublenden und Plastiktasten. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz sowie je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Über sechs hintergrundbeleuchtete Sensortasten können vorbelegte UKW-Sender angewĂ€hlt werden. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker mit vier leistungsstarken TESLA KD606 sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x25 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Passend zum SteuergerĂ€t erschienen die gleichnamigen Zweiwegeboxen toccata B 9325 mit verbesserten REMA-andante-Chassis.

REMA toccata 940/2 hifi

Das um 1982 produzierte REMA toccata 940/2 hifi unterscheidet sich vom VorgÀnger toccata 940 lediglich durch das erweiterte UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, die Stereo-LED und den orangen Plastik-Abstimmzeiger.





bruns toccata 940/2 HIFI & bruns RC 941 HIFI

Das REMA toccata 940/2 hifi wurde auch unter der Bezeichnung bruns RC 941 (Bild) und bruns toccata in Westdeutschland vertrieben.

REMA Allegro 82 & REMA Allegro 2072

Das REMA Allegro 2072 wurde in den 1960er Jahren im VEB REMA Stollberg produziert. Das komplett röhrenbestĂŒckte StereogerĂ€t ist mit einem 600 mm breitem lackiertem HolzgehĂ€use mit Glasfront versehen. Der Tuner empfĂ€ngt das zu dieser Zeit in der DDR ĂŒbliche UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz, des Weiteren zwei Kurz- sowie je ein Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung erfolgt – wie bei den meisten Röhrenradios – ĂŒber ein magisches Auge an der linken Seite. An dem GerĂ€t befinden sich EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen. Außerdem stehen eine abschaltbare Ferritantenne, ein Stereoumschalter, eine Stereoanzeige und eine getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen zur VerfĂŒgung. Das Nachfolgemodell REMA Allegro 82 ist technisch weitestgehend identisch, wurde aber optisch ĂŒberarbeitet.

REMA Centuri 22 & REMA Centuri 2060

Beim REMA Centuri 2060 auf Basis des REMA Allegro fehlt die Stereoanzeige und die getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen. Das Nachfolgemodell REMA Centuri 22 ist technisch weitestgehend identisch, wurde aber optisch ĂŒberarbeitet.

Carat S HIFI

Das CARAT S wurde ab 1978 produziert. Es besitzt ein 600 mm breites furniertes HolzgehĂ€use mit Plastikfront und -tasten. Der eingebaute Tuner verfĂŒgt ĂŒber das zu dieser Zeit ĂŒbliche UKW-Band von 87,5 bis 104 MHz sowie je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Über acht Sensortasten können vorbelegte UKW-Sender angewĂ€hlt werden. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x15 VA bei einer Impedanz von 4℩ und verfĂŒgt ĂŒber EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Optisch passend zu diesem GerĂ€t gab es noch das Kassettendeck SK 900 (Beschreibung unter HiFi-Kombinationen).

Carat IR HIFI

Das CARAT IR entspricht technisch weitestgehend dem CARAT S, konnte aber zusĂ€tzlich ĂŒber die Fernbedienung Selectron 01 gesteuert werden.


HIFI 100 (SR 2406)

Das HIFI 100 auf Basis des CARAT S wurde mit leistungsstÀrkeren Endstufen versehen (2x30 VA) und die GehÀusetiefe entsprechend erweitert.

S t e r n - R a d i o   S o n n e b e r g

Proxima 401-482

Das Proxima 401 (Bild) wurde ab 1975 als zweites DDR-Quadro-Effekt-SteuergerĂ€t neben dem HELI rk8 sensit produziert. Das GerĂ€t besitzt ein 550 mm breites furniertes HolzgehĂ€use mit Stahlblechfront. Der eingebaute Tuner empfĂ€ngt das zu dieser Zeit ĂŒbliche UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die Frequenzen fĂŒr das AM- und FM-Band lassen sich getrennt regeln. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x6 VA bei einer Impedanz von 4℩ mit vier LautsprecherausgĂ€ngen an zwei Endstufen. Außerdem besitzt es EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Bei den SteuergerĂ€ten Proxima 403, 408, 409, 411, 413, 415, 417, 419, 421, 422, 423 und 482 wurden die GehĂ€use optisch ĂŒberarbeitet oder das UKW-Band fĂŒr den Export geĂ€ndert.

Intana 800, Intana 801 & Intana 802

Das Intana 800 wurde Ende der 1970er Jahre auf Basis der Proxima-Serie im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Das komplett transistorbestĂŒckte GerĂ€t mit furniertem HolzgehĂ€use und Plastikfront empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Die genaue Abstimmung ist ĂŒber zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Das GerĂ€t verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber eine Automatische Scharfabstimmung (AFC), einen Mono/Stereo-Umschalter, EingĂ€nge fĂŒr zwei weitere Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss. Beim ansonsten identischen Intana 801 wurde das UKW-Band fĂŒr den Westexport auf 87,5 bis 108 MHz erweitert. Das Intana 802 mit 66 bis 73 MHz war wiederum fĂŒr den Export nach Osteuropa vorgesehen.

Sonneberg 500

Das Sonneberg 500 wurde ab 1976 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Unter dem schwarzen oder roten PlastikgehĂ€use findet sich das technisch einfachste DDR-SteuergerĂ€t mit einem UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz. Außerdem ist der Kurz- und Mittelwellenempfang möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x3VA bei einer Impedanz von 8Ω und verfĂŒgt ĂŒber einen Eingang fĂŒr eine weitere Tonquelle sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die LautstĂ€rkeregelung erfolgt ĂŒber zwei getrennte Schieberegler fĂŒr den rechten und linken Kanal, wodurch ein zusĂ€tzlicher Balanceregler entfĂ€llt. Außerdem besitzt das Sonneberg 500 ĂŒber eine KW-MW-Ferritantenne, einen Klangregelschalter (Höhenanhebung), einen Monoumschalter und eine Stereoanzeige.

Sonneberg 501 & bruns Wien 500

Das Sonneberg 501 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen Sonneberg 500, verfĂŒgt jedoch ĂŒber ein erweitertes UKW-Frequenzband von 87,5 bis 108 MHz und ging unter der Bezeichnung bruns Wien 500 in den Westexport, da die Typenbezeichnung in der Bundesrepublik natĂŒrlich nicht auf die tatsĂ€chliche Herkunft der GerĂ€te deuten durfte.

Sonneberg 502

Das Sonneberg 502 entspricht ebenfalls dem Sonneberg 500, verfĂŒgt jedoch ĂŒber das osteuropĂ€ische UKW-Band von 66 bis 74 MHz nach OIRT-Norm.

Stereo Junior 503

Das mit dem Sonneberg 500 fast identische Stereo Junior 503 (Stereo 2405.03) wurde ab 1977 im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Unter dem gut 500 mm breitem HolzgehĂ€use (MdF sowie Sperrholz) befindet sich das technisch einfachste DDR-SteuergerĂ€t mit einem UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz. Außerdem ist der Kurz- und Mittelwellenempfang ĂŒber die integrierte Ferritantenne möglich. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x3 VA bei einer Impedanz von 8 Ω und besitzt EingĂ€nge fĂŒr eine weitere Tonquelle sowie einen Aufnahmeausgang. Die LautstĂ€rkeregelung erfolgt ĂŒber zwei getrennte Schieberegler fĂŒr den rechten und linken Kanal, wodurch ein zusĂ€tzlicher Balanceregler entfĂ€llt. Ansonsten verfĂŒgt das GerĂ€t lediglich ĂŒber eine Klangwahltaste zur Anhebung der Höhen, einen Monoumschalter, Skalenbeleuchtung und eine Stereoanzeige. Auf einen Kopfhöreranschluss wurde verzichtet.

Körting Stereo-Receiver 1012 (Stereo Junior 503)

Das Stereo Junior 503 mit erweitertem UKW-Frequenzband von 87,5 bis 108 MHz wurde in Westdeutschland als KÖRTING STEREO-Receiver 1012 vertrieben. Hierbei erhielten die GerĂ€te bereits das GehĂ€use des Stereo Junior 5080 (jedoch ohne abgerundete Kanten und Kopfhörerbuchse) sowie abweichende LautstĂ€rke-Reglerknöpfe. Auf der RĂŒckseite des komplett in deutscher Sprache beschrifteten GerĂ€tes finden sich die Bezeichnungen „Art.-Nr. 955/124, Type Nr. 38572, Kö.-Nr. 38572“ sowie die Bundespost-Funkentstörnummer, des Weiteren die ĂŒblichen Sicherheitshinweise in deutscher, englischer und französischer Sprache. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder auch nur auf die DDR-Herkunft fehlt hingegen komplett.

Palladium Stereo-Receiver 1012 (Stereo Junior 503)

Bei spĂ€teren – erst 1977 bei Stern-Radio in Sonneberg produzierten – KÖRTING STEREO-Receiver 1012 wurde das KÖRTING-Blechtypenschild auf der Front einfach durch ein Plastikschild mit dem Schriftzug PALLADIUM ĂŒberklebt, da die Marken intern bei KARSTADT und NECKERMANN wechselten. Ein Verweis auf den Hersteller und den westdeutschen Importeur fehlt ohnehin.



Stereo Junior 504 & bruns Messina

Das Stereo Junior 504 entspricht technisch und optisch dem Stereo Junior 503, verfĂŒgt jedoch ĂŒber ein erweitertes UKW-Frequenzband von 87,5 bis 108 MHz sowie einen Kopfhöreranschluss und ging wiederum unter der Bezeichnung bruns Messina in den Westexport.

Stereo Junior 505

Das Stereo Junior 505 entspricht ebenfalls dem Stereo Junior 503, verfĂŒgt jedoch ĂŒber das osteuropĂ€ische UKW-Band von 66 bis 74 MHz nach OIRT-Norm.

Stereo 5080

Das Stereo 5080 entspricht technisch komplett dem Sonneberg 500, wobei die Front mit geĂ€nderter Kopfhörerbuchse ĂŒberarbeitet wurde und das GehĂ€use aus furniertem Sperrholz besteht.

Stereo Effect 2401, Stereo Grand 2401 & Stereo PrÀsent 2401

Die SteuergerĂ€te Stereo Effect 2401, Stereo Grand 2401 und Stereo PrĂ€sent 2401 wurden mit verschiedenen Fronten im VEB Stern-Radio Sonneberg produziert. Die Radios sind in ein 550 mm breites, furniertes HolzgehĂ€use mit Stahlblechfront eingebaut. Der integrierte Tuner empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 100 MHz sowie ein je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die Frequenzen fĂŒr den AM- und FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige. Der eingebaute VerstĂ€rker liefert eine Ausgangsleistung von 2x10 VA bei einer Impedanz von 4 Ω und verfĂŒgt ĂŒber einen Eingang fĂŒr eine weitere Tonquelle sowie einen Aufnahmeausgang. Die technische Besonderheit der Serie ist die konsequente Verwendung von Tandem-Potentiometern fĂŒr LautstĂ€rke, Höhen und Tiefen, wodurch sich der Klang fĂŒr beide Seiten unterschiedlich einstellen lĂ€sst und ein Balanceregler entfĂ€llt.

Lugano (Stereo-Effect SR 2401.01)

Das Lugano entspricht technisch komplett dem Stereo-Effect 2401. Es wurde lediglich das UKW-Band auf 87,5 bis 108 MHz erweitert und hochwertigere Regler verwendet. Auf der GehĂ€userĂŒckseite wurde zwar auf die Herstellerangaben verzichtet, die DDR-Herkunft wiederum aber nicht geleugnet.


Transstereo (SR 2401.00)

Das ebenfalls bei Stern-Radio produzierte Transstereo entspricht technisch weitestgehend der zuvor beschriebenen 2401-Serie, allerdings wurde die Soffittenlampe zur Empfangspegelanzeige durch ein Analoginstrument ersetzt.

Transstereo Export (SR 2401.01)

Bei der Transstereo ExportausfĂŒhrung wurde das UKW-Band auf 108 MHz erweitert und hochwertigere Reglerknöpfe aus Aluminium verbaut.

Transstereo 2401.02 – 120 V, 2x3 VA, UKW bis 108 MHz
Transstereo 2401.03 – 230 V, 2x6 VA, UKW bis 100 MHz, Lampe
Transstereo 2401.04 – 230 V, 2x6 VA, UKW bis 108 MHz
Transstereo 2401.05 – 120 V, 2x6 VA, UKW bis 108 MHz
Transstereo 2401.11 – 10 VA

Wir leben in einem gefÀhrlichen Zeitalter.
Der Mensch beherrscht die Natur,
bevor er gelernt hat,
sich selbst zu beherrschen.

Albert Schweitzer